15 Mrd. Corona-Hilfefonds! Ist da auch was für mich dabei?

 

Zwei weitere Instrumente zur Abfederung der mit der Corona-Krise einhergehenden Umsatzeinbußen und Liquiditätsengpässe werden in dieser Woche vorgestellt und den Unternehmen zugänglich gemacht.
 

Welche zwei neuen Instrumente und Maßnahmen gibt es?

 

GARANTIE FÜR BETRIEBSMITTELKREDITE BIS ZU 90% BUNDESHAFTUNG

 

Wie funktioniert die Garantie für Kredite?
Betriebsmittelkredite werden im Ausmaß von 90% mit Bundeshaftungen besichert. Der Antrag erfolgt über die Hausbank, wobei dies ab 8. April möglich sein soll. Die Laufzeit beträgt maximal 5 Jahre und kann um weitere 5 Jahre verlängert werden.

 

In welcher Höhe können Kredite beantragt werden?
Abgedeckt werden können maximal 3 Monatsumsätze, höchstens 120 Mio. Euro (sogenannter bestehender Liquiditätsbedarf). Es gibt jedoch die Möglichkeit mit einer Sondergenehmigung einen höheren Liquiditätsbedarf zu beantragen. Die Auszahlungen sollen bereits ab 15. April möglich sein.

 

Kreditkosten?
Die Zinsen für den Kredit liegen bei höchstens 1%. Das Entgelt für die Haftung wird zwischen 0,25 % und 2 % betragen.

 

Was geht nicht?
Garantien sollen nicht für Umschuldungskredite vergeben werden können. Weiters sind Investitionskredite auch ausgenommen und nicht förderbar.

 

NICHT RÜCKZAHLBARER ZUSCHUSS FÜR BIS ZU 75 % BESTIMMTER FIXKOSTEN (BETRIEBSKOSTEN)

 

Wer kann einen Fixkostenzuschuss beantragen?
Das Unternehmen muss im Zeitraum der Corona-Krise (also ab ca. 16. März) einen Umsatzrückgang von mindestens 40 % verzeichnen, um einen Antrag für einen nicht rückzahlbaren Fixkostenzuschuss beim AWS (Austria Wirtschaftsservice) beantragen zu können. Eine Beantragung ist von 15.04.2020 bis 31.12.2020 auf dem AWS-Portal (www.aws.at) möglich.

 

Welche Fixkosten werden bezuschusst?
Mieten für Geschäftsräume (wenn der Mietzins nicht reduziert werden konnte),

  • bestimmte Zinsaufwendungen,
  • vertragliche und betriebsnotwendige Zahlungsverpflichtungen, die nicht kündbar sind,
  • Strom-, Gas-, Telefon- und Internetkosten,
  • Lizenzgebühren,
  • Versicherungen,
  • der (fiktive) Unternehmerlohn bis zu einem Betrag von maximal 2.000,00 Euro sowie
  • verderbliche oder saisonale Waren, wenn sie aufgrund der Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus mehr als 50 % ihres Wertes verlieren.
 

In welchem Ausmaß erhalten Unternehmen den Zuschuss?

  • Umsatzrückgang 40 – 60%: 25% Fixkostenzuschuss
  • Umsatzrückgang 60 – 80%: 50% Fixkostenzuschuss
  • Umsatzrückgang 80 – 100%: 75% Fixkostenzuschuss
 

Die Gewährung des Zuschusses erfolgt leider nicht sofort sondern erst nach Feststellung des tatsächlichen Schadens, also erst nach Ablauf des Wirtschaftsjahres 2020.